Kursdetails

Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung der Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften Online-Seminar im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg

Citizen Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der biologischen Vielfalt dar, da sie die Erhebung großräumiger und langfristiger Datensätze ermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der biologischen Vielfalt in
Agrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansätze insbesondere bei der bundesweiten Erfassung von Wildbienen sowie weiteren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum Einsatz. Dabei setzen die Projekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf neu entwickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie die Umsetzung geeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen die Generierung einer belastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entwicklung von Wildbienen und anderen Insekten in Agrarlandschaften sowie, in Kombination mit Landnutzungs- und Landschaftsdaten, die Identifikation der Faktoren, die ihre Bestände beeinflussen. Gleichzeitig fördern die vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die gesellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlandschaften. Die gewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodiversitätsschutzes und der nachhaltigen Agrarpolitik.

Dr. Demetra Rakosy promovierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von wildbienenbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für Umweltforschung tätig, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung auf
Pflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am Thünen Institut für Biodiversität, Braunschweig, die AG Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften.

Dr. Annette Herz promovierte in Forstentomologie zur Bedeutung von natürlichen Gegenspielern bei der Regulierung von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren, aktuell leitend im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut für
biologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dossenheim) tätig. Forschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung, Förderung und Verwendung von Nützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit dem Fokus auf den hymenopteren
Parasitoiden (hautflügelige Insekten) und den Schwebfliegen, die Ausarbeitung von agrarökologischen Methoden zur ihrer Förderung und Entwicklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive und neuartige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie.

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Donnerstag  •  08.10.2026  •  18:00 - 19:30 Uhr Online-Kurs
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